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Pfarrblätter
27
Jul' 26
Tagesevangelium
Mt 13, 31-35
+ Aus dem heiligen Evangelium nach MatthäusIn jener Zeit 31erzählte Jesus der Menge ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen...
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27
Jul' 26
Tagesevangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit

31erzählte Jesus der Menge ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte.

32Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hoch gewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

33Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

34Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen.

35Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.

 

 

Mt 13, 31-35
1. Lesung

Lesung aus dem Buch Exodus

In jenen Tagen

15stieg Mose den Berg hinab, die zwei Tafeln der Bundesurkunde in der Hand, die Tafeln, die auf beiden Seiten beschrieben waren. Auf der einen wie auf der andern Seite waren sie beschrieben.

16Die Tafeln hatte Gott selbst gemacht, und die Schrift, die auf den Tafeln eingegraben war, war Gottes Schrift.

17Josua hörte das Lärmen und Schreien des Volkes und sagte zu Mose: Horch, Krieg ist im Lager.

18Mose antwortete: Nicht Siegesgeschrei, auch nicht Geschrei nach Niederlage ist das Geschrei, das ich höre.

19Als Mose dem Lager näher kam und das Kalb und den Tanz sah, entbrannte sein Zorn. Er schleuderte die Tafeln fort und zerschmetterte sie am Fuß des Berges.

20Dann packte er das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer und zerstampfte es zu Staub. Den Staub streute er in Wasser und gab es den Israeliten zu trinken.

21Zu Aaron sagte Mose: Was hat dir dieses Volk getan, dass du ihm eine so große Schuld aufgeladen hast?

22Aaron erwiderte: Mein Herr möge sich doch nicht vom Zorn hinreißen lassen. Du weißt doch, wie böse das Volk ist.

23Sie haben zu mir gesagt: Mach uns Götter, die uns vorangehen. Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus Ägypten heraufgeführt hat – wir wissen nicht, was mit ihm geschehen ist.

24Da habe ich zu ihnen gesagt: Wer Goldschmuck trägt, soll ihn ablegen. Sie haben mir das Gold übergeben, ich habe es ins Feuer geworfen, und herausgekommen ist dieses Kalb.

30Am folgenden Morgen sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde begangen. Jetzt will ich zum Herrn hinaufsteigen; vielleicht kann ich für eure Sünde Sühne erwirken.

31Mose kehrte zum Herrn zurück und sagte: Ach, dieses Volk hat eine große Sünde begangen. Götter aus Gold haben sie sich gemacht.

32Doch jetzt nimm ihre Sünde von ihnen! Wenn nicht, dann streich mich aus dem Buch, das du angelegt hast.

33Der Herr antwortete Mose: Nur den, der gegen mich gesündigt hat, streiche ich aus meinem Buch.

34Aber jetzt geh, führe das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Mein Engel wird vor dir hergehen. Am Tag aber, an dem ich Rechenschaft verlange, werde ich über ihre Sünde mit ihnen abrechnen.

Antwortpsalm:
Namenstage
Hl. Bertold, Hl. Pantaleon, Hl. Simeon Stylites der Ältere, Hl. Coelestin I.
über die Heiligen
27
Jul' 26
Namenstage
Hl. Bertold
nördlich des Bodensees, Deutschland
27. Juli 1142, Österreich
erster Abt in Garsten
Berthold stammte aus einem Ministerialengeschlecht. Er wurde Mönch und Subprior in St. Blasien im Schwarzwald, dann Prior von Göttweig und spätestens 1111 Abt im neu gegründeten Kloster in Garsten. Er machte die Abtei zu einem Zentrum der Reformen von Hirsau und führte es zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte. Als Abt war er streng, aber gütig in der Seelsorge. Nach der Legende vermehrten sich an Fasttagen die nicht ausreichenden Fischmahlzeiten durch seinen Segen.
Hl. Pantaleon
2. Hälfte des 3. Jah, Nikomedia, dem heutigen Ízmit, Türkei
305
Arzt, Märtyrer, Nothelfer
Pantaleon war Sohn eines heidnischen Vaters und einer christlichen Mutter. Schon als Kind erkannte er seine Heilkräfte, er wurde in der Arzneikunst ausgebildet und von einem weisen Priester namens Hermolaus bekehrt und getauft. Als er im Beisein seines Vaters durch Anrufung Christi einen Blinden sehend machte, bekehrte sich der Tradition nach auch der Vater.
Kaiser Maximian wählte sich den Heilkundigen als Leibarzt. Als Pantaleon dessen Frau erzählte, dass er Christ sei und versuchte, auch sie zu bekehren, wurde das Gespräch belauscht, Pantaleon beim Kaiser denunziert. Der soll daraufhin abgedankt und sich freiwillig in die Verbannung begeben haben.
Der Nachfolger ließ Pantaleon verhaften und anklagen, aber seine Standhaftigkeit konnte auch durch Geißelung, Gebranntwerden, Hunger und andere Martern nicht erschüttert werden; schließlich spaltete ein Schwertschlag, der ihn enthaupten sollte, dem an einen Ölbaum gebundenen Pantaleon das Haupt. Aus seiner Wunde sei danach kein Blut, sondern Milch geflossen. Dass ihm die Hände mit einem Nagel auf dem Kopf festgehalten wurden, begegnet in Darstellungen vom 15. Jahrhundert an.
Die Verehrung Pantaleons begann schon im 4. Jahrhundert, die Ostkirche verehrt ihn als Großmärtyrer, er gehört dort zu den heiligen Ärzten. 550 ließ Kaiser Justinian zu Ehren von Pantaleon in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - eine Kirche bauen. Um 800 kam sein Kopf der Überlieferung nach nach Lyon, seit 972 werden Reliquien in Köln in der von Bischof Bruno erbauten Kirche St. Pantaleon verehrt, weitere sind in Lyon, Genua, Arles, Ravenna, Venedig, Andechs, Salem, Zwiefalten und anderswo. Pantaleon-Ampullen, die von der aus ihm geflossenen Milch enthalten sollen, gibt es u. a. in Bari, Neapel, Venedig und Madrid. Seit dem Mittelalter ist er einer der 14 Nothelfer.
Hl. Simeon Stylites der Ältere
390, Sisan, Türkei
28. Juli 459, Syrien
Einsiedler, Säulensteher
Simeon, Sohn christlicher Eltern, wurde im Jahr 403 Jahren Mönch. Zehn Jahre verbrachte er im Kloster in Teleda in Syrien, wo er sich durch so extreme Askese und übermenschliche Bußübungen hervortat, dass man ihn schließlich bat, das Kloster zu verlassen. Er ging als Einsiedler ins Dorf Telanissos im Gebirge nahe Antiochia - dem heutigen Antakya. An einer einsamen Stelle stieg er in einen trockenen Brunnenschacht hinab, um darin aufrecht stehend Gott zu loben. In der Passionszeit ließ er sich einmauern und blieb vierzig Tage lang ohne jede Nahrung - eine Übung, die er achtundzwanzig Jahre beibehielt. Dann bestieg er den heute nach ihm benannten Berg, den Qal'at Sim'an, und ließ sich dort an einer Kette am Felsen anschmieden. Der Ruf seiner Heiligkeit zog eine Menge von Pilgern an. Um dieser Bedrängnis und jeglicher Ablenkung zu entgehen, verließ er nach drei Jahren in Ketten diese Stätte.
423 richtete er sich am Qal'at Sim'an bei Aleppo - dem heutigen Halab - auf der kleinen Plattform auf der Spitze einer Steinsäule ein. Hiervon ist auch sein Name, der Stylite ("Säulenheiliger", nach griech. stylos, Säule) abgeleitet. Nach der ersten Säule, die 1,8 Meter hoch war und auf der er sieben Jahre lebte, verbrachte er 30 Jahre bis zu seinem Tod stehend auf einer Steinsäule, die eine Höhe von 18,3 Meter hatte. Nur einmal in der Woche nahm er Nahrung zu sich, die ihm in einem Almosenkorb gereicht wurde, den er zu sich heraufzog. Pilger aus vielen Ländern kamen, um seine zweimal täglich vorgetragenen Predigten zu hören. Er bekannte sich zu den Beschlüssen des Konzils von Chalkedon, bekehrte viele Nichtgläubige zum Christentum und hatte viele Schüler, die seinem Beispiel folgten und sich Styliten nannten.
Theodoret von Cyrus, der Simeon persönlich kannte und die erste Lebensgeschichte verfasste, berichtete: "Nicht nur die Bewohner unseres Landes drängten sich dort zusammen ... Von Italien brauchen wir nicht zu sprechen. Denn so berühmt soll der Mann in dem großen Rom sein, dass man in allen Vorräumen von Werkstätten kleine Bilder von ihm aufgestellt hat". Dies ist das erste literarische Zeugnis für Heiligenbilder.
Als Simeon - von den Leuten drei Tage lang unbemerkt - auf seiner Säule gestorben war, entstanden Unruhen. 600 Soldaten kamen aus Antiochia, damit sein Körper von den Verehrern nicht in Stücke gerissen wurde. Er wurde zunächst am Fuß seiner Säule begraben, dann wurden seine Reliquien nach Antiochia übertragen und in einer ihm zu Ehren erbauten Kirche beigesetzt. Am Ort seiner Wirksamkeit wurde 490 ein nach ihm benanntes Kloster erbaut; um seine Säule herum wurden bald nach seinem Tod vier dreischiffige Basiliken errichtet, die im Grundriss ein Kreuz bildeten. Der große Baukomplex war bis zum Sarazeneneinfall die bedeutendste Wallfahrtsstätte Syriens. In den Ruinen wird noch heute der Reste der Säule von Simeon gezeigt.
Simeons Verehrung war weit verbreitet, Lebensgeschichten wurden außer der Genannten lateinischen in Griechisch, Syrisch oder Koptisch verfasst.
Hl. Coelestin I.
Kampanien, Italien
26. Juli 432
Papst
Coelestin war 422 bis 432 Papst. Vor seiner Wahl war er Erzdiakon der römischen Kirche. In Berichten über seine Amtszeit wird hauptsächlich auf die christologischen Kontroversen über den Nestorianismus eingegangen. Nachdem das Konzil von Ephesus 431 festgelegt hatte, dass Christus eine Person sei, in der sich zwei Naturen - die göttliche und die menschliche - vereinen, ließ Coelestin I. den Patriarchen von Konstantinopel, Nestorius, exkommunizieren.
Coelestin I. entsandte Germanus von Auxerre nach Britannien, um die Anhänger des Pelagianismus zu bekehren.

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